Fans handeln WM-Tickets auf Online Plattform socoza.com
Letzte Änderung am Donnerstag, 17 Juni 2010 02:49 erstellt von Safariscout Donnerstag, 17 Juni 2010 02:49
Eine der interessantesten Websites von Südafrika ist derzeit die Domain socoza.com. Die Plattform ermöglicht Fußball-Fans ihre Afrika Safari zur WM neu zu gestalten: Sie können bereits gekaufte Tickets für alle Spiele in den WM-Städten von Kapstadt bis Johannesburg online zu tauschen oder zu verkaufen. Auch für die Partie Deutschland gegen Ghana am 23. Juni in Johannesburgs Soccer City Stadion gibt es noch Karten. Teuerstes Angebot derzeit: 4 zusammenhängende Karten für 5000 südafrikanische Rand. Das entspricht etwa 535 Euro.
Reise Info bereit gestellt von: Südafrika-Spezialist SafariScout.com
Weiter LesenVuvuzelas und Weißbier: Deutsche feiern DFB-Team in Südafrika
Letzte Änderung am Mittwoch, 16 Juni 2010 02:56 erstellt von Safariscout Mittwoch, 16 Juni 2010 02:53
Bericht von Beate Gernhuber im Auftrag der Nachrichtenagentur ddp über die Stimmung beim ersten Auftritt der deutschen Elf am Sonntag, 13. Juni 2010, in Durban
Vuvuzelas und Weißbier – Deutsche in Südafrika feiern Sieg der DFB-Elf bei der ersten Fußball-Weltmeisterschaft auf dem afrikanischen Kontinent
Kapstadt/Pretoria. Der starke Regen in Teilen des südafrikanischen Kapstadt hätte der WM-Party von Silke Probst am Sonntag zum Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft beinahe einen Strich durch die Rechnung gemacht. Kurz vor dem Anpfiff um 20.30 Uhr gingen in ihrer Wohngegend Observatory nach einem Kurzschluß die Lichter aus, sodass die 29-Jährige Kielerin sich und ihre Gäste kurzfristig bei ihrer Arbeitskollegin Miriam Schreiner in den Kapstädter Stadtteil Greenpoint einladen musste. Zusammen mit fünf Südafrikanern feierten die beiden Deutschen ausgelassen mit Trinkspielen und Jubel die Torserie des DFB-Teams. Die beiden Fußball-Fans, die für eine Kapstädter Safarifirma Touren durch Südafrika, Botsuana und Namibia verkaufen, gaben sich dabei als Fußball- und Deutschland-Botschafter: „Wir haben Spielregeln und Hintergründe erklärt, da einige Bevölkerungsgruppen Südafrikas nicht mit dem Fußballspiel vertraut sind“, sagt die 30-Jährige Miriam Schreiner, die seit über fünf Jahren im Land ist. Während für die meisten schwarzen Südafrikaner Fußball Volkssport ist, sind die Weißen hingegen vor allem mit Rugby und Cricket aufgewachsen, so die ehemalige Münsteranerin.
Auch der Ex-Saarländer Christoph Kraemer, für den Südafrika seit fast 15 Jahren zur zweiten Heimat geworden ist, interessiert sich mittlerweile mehr für diese beiden anderen Ball-Sportarten. „Ein großes Fußball-Turnier wie eine WM lasse ich mir dennoch nicht entgehen“, sagt der 55-Jährige Elektromeister, der seit fünf Jahren in Südafrikas Regierungshauptstadt Pretoria vom Entwerfen und Herstellen von Lampen lebt. Der Dauerlärm der Vuvuzela-Tröten von den Fußball-Anhängern erinnert ständig an die WM-Begeisterung im Land, sagt Kraemer. „Die Vuvuzelas wecken mich morgens und halten mich abends wach.“ Auch er hat den Sieg der deutschen Elf vor dem Fernseher bei ein paar eisgekühlten „Windhoek Lager“ verfolgt, ein Bier aus Namibia, hergestellt nach dem deutschen Reinheitsgebot.
Bayrisches Weißbier, gebraut in Südafrika, La-Ola-Wellen und „Lu-Lu-Lukas-Podolski“-Rufe bestimmten die lautstarke Fußball-Feier von mehreren hundert Deutschen in Kapstadts größtem bayrischen Biergarten und Restaurant am restaurierten Hafen- und Unterhaltungsviertel der Victoria & Alfred Waterfront. Die Ex-Starnbergerin Monika Moser hatte sich die Kneipe mit Blick auf den Tafelberg ausgesucht, um dort mit ihrem südafrikanischen Freund und einer Zulu-Freundin das deutsche Spiel anzusehen. „Als wir ankamen, standen dort 500 Menschen Schlange“, so die 38-Jährige, die seit 14 Jahren die mittlerweile größte Mietwagen-Vermittlung Südafrikas betreibt. „Als ein Passant fragte, warum ausgerechnet alle in dieses Lokal wollen, erklärten wir ihm: ‚Das ist Deutschland in Südafrika!‘, sagt Moser. Ein Spiel der deutschen Mannschaft muss man unter Landsleuten schauen, so die begeisterte Anhängerin des 1860-München-Bundesliga-Klubs. Die Stimmung erinnerte an Wiesn-Atmosphäre beim Münchner Oktoberfest, vergleicht Moser. Einziger Nachteil: „Die südafrikanischen Barmänner waren nicht auf den hohen Bierkonsum der Deutschen eingestellt, sodass wir zur Halbzeit-Pause auf dem Trockenen saßen“. Kurzentschlossen hat Moser sich daraufhin mit hinter die Bar gestellt, und beim Weißbier-Zapfen geholfen. „Zum 4. Tor von Cacau hatten dann alle wieder zu trinken.“
In kürzester Zeit hat sich das WM-Fieber in Südafrika unter allen Bevölkerungsschichten verbreitet und die Atmosphäre unter den Menschen beeinflusst. „Wir spüren einen Zusammenhalt und eine Euphorie sonder gleichen“, sagt Moser. Die WM hat „für das Wir-Gefühl unter allen Rassen und Hautfarben bislang mehr getan, als das Ende der Apartheid 1994 und der Rugby World Cup 1995 zusammen“, sagt die Ausgewanderte. Größere Freundlichkeit unter den Menschen hat auch Christoph Kraemer beobachtet: „Das Turnier verbindet Menschen, die sonst wenig miteinander zu tun haben.“ Erstmals seit seinem Einzug kam am Sonntag sein neuer Nachbar, ein afrikanischer Rechtsanwalt, mit ein paar Bieren auf einen Besuch vorbei.
Auch 16 Jahre nach der Rassentrennung werde „in Südafrika noch zu oft über Hautfarben lamentiert“, ärgert sich Monika Moser. „Mit der WM und dem grandiosen Eröffnungsspiel des südafrikanischen Teams gibt es endlich etwas, über das alle im Land gleicher Meinung sind“. Für Miriam Schreiner ist es wichtig, dass durch die weltweite Berichterstattung ein differenzierteres Südafrika-Bild vermittelt wird. „Das Land besteht aus weit mehr positiven Aspekten und nicht nur einem Kriminalitätsproblem“. Ganz im Gegenteil, meint Monika Moser: „Wir können der Welt zeigen, wie viel Leidenschaft und Lebensfreude die Menschen hier haben, auch, wenn sie zum Teil sehr arm sind.“
Weiter LesenKapstadts Eiermann ist in WM-Stimmung
Letzte Änderung am Dienstag, 8 Juni 2010 09:09 erstellt von Safariscout Donnerstag, 3 Juni 2010 09:29
Wer Kapstadts Greenmarket Square mit seinen Souvenir- und Handwerksständen im Stadtzentrum besucht hat, der kennt ihn: den Eiermann mit seinem zusammengewürfelten afrikanischen Outfit, einem meterhohen Kopfschmuck aus hunderten von Eiern und einem breiten freudlichen Lachen. Der große kräftige Afrikaner Gregory da Silva sorgt täglich für gute Laune bei den Gästen der umliegenden Straßencafés sowie den Marktbesuchern. Dies mit einem Hintergrund: Der 1979 in Benin, Afrika, geborene da Silva, ist Schauspieler und Künstler. Sein ständig wechselndes Outfit aus Muscheln, Gras, den Flaggen Afrikas und anderen Symbolen, soll die Kulturen und Traditionen Afrikas vereinen. Auch sein bis zu 27 kg schwerer Kopfschmuck wechselt ständig: Auf der Basis, die meist immer aus Eiern besteht, sind anlässlich der FIFA WM 2010 Flaggen von Südafrika und den anderen WM-Teilnehmerländern drapiert, sowie Fussbälle und Vuvuzela-Fan-Tröten.
Zusammengestellt von: SafariScout.com
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