300 Euro Strafe für Zuschauer auf dem Spielfeld
Letzte Änderung am Freitag, 9 Juli 2010 08:50 erstellt von Safariscout Freitag, 9 Juli 2010 08:50
Der 23-Jährige Italiener Mario Ferri, der im Deutschland-Spanien Spiel in der 4. Minute auf den Rasen rannte, muss entweder 300 Euro Strafe zahlen oder 3 Monate im Gefängnis in Südafrika verbringen. Nach Angaben der südafrikanischen Online-Zeitung "Times Live" kam der Mann in einem Rollstuhl mit einem gütligen Ticket ins Stadion. Plötzlich sei er aufgesprungen und aufs Spielfeld geflitzt, sagte Police Minister Nathi Mthetwa.
Infos von: Südafrika-Reisebüro SafariScout.com
Weiter LesenDie Holländer in Südafrika
Letzte Änderung am Dienstag, 6 Juli 2010 11:10 erstellt von Safariscout Dienstag, 6 Juli 2010 11:01
Heute Abend entscheidet sich, ob das holländische Fussball-Team nach dem Spiel gegen Uruguay noch weiter um den Cup bei der Fifa WM in Südafrika mitreden kann. Holland an sich hat hingegen bereits eine jahrhunderte lange Geschichte in Südafrika.
Bereits Mitte des 15. Jahrhunderts besiedelte das Land die Region um Kapstadt und den Tafelberg und errichte über die Ost-Indische Handelskompanie unter Johan van Riebeeck dort eine Kolonie. Teile der als natürliche Grenze gegen Eindringlinge gepflanzten Van Riebeeckschen Hecke kann man heute noch im Botanischen Garten von Kapstadt besichtigen.
Ab 1835 machten sich die ersten holländisch-stämmigen Siedler aus der Kapkolonie auf, das Inland zu erkunden. Der Große Trek führte 10000 Buren, die sich "Voortrekker" nannten, Richtung Nordosten und in Konflikte mit den ansässigen Stämmen der Xhosa und später der Zulus in der Gegend um die heutige Hafenstadt Durban.
Das Voortrekker Denkmal in der Regierungsstadt Pretoria wurde im Gedenken an den Auszug der ersten Buren in Südafrika 1937 gebaut.
Fast in Vergessenheit geraten und um die Wahrung ihrer Geschichte und Traditionen bemüht, ist das Volk der San-Buschmänner oder Khoi San, die ursprünglich am Kap und auch in der Kalahariwüste in Teilen Botswanas lebten. Auf Safaris können Touristen heute noch von traditionell lebenden Familiengruppen in die Jagd- und Überlebensstrategien der San eingeweiht werden.
Informationen von: Afrika-Reisebüro SafariScout.com
Weiter LesenVuvuzelas und Weißbier: Deutsche feiern DFB-Team in Südafrika
Letzte Änderung am Mittwoch, 16 Juni 2010 02:56 erstellt von Safariscout Mittwoch, 16 Juni 2010 02:53
Bericht von Beate Gernhuber im Auftrag der Nachrichtenagentur ddp über die Stimmung beim ersten Auftritt der deutschen Elf am Sonntag, 13. Juni 2010, in Durban
Vuvuzelas und Weißbier – Deutsche in Südafrika feiern Sieg der DFB-Elf bei der ersten Fußball-Weltmeisterschaft auf dem afrikanischen Kontinent
Kapstadt/Pretoria. Der starke Regen in Teilen des südafrikanischen Kapstadt hätte der WM-Party von Silke Probst am Sonntag zum Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft beinahe einen Strich durch die Rechnung gemacht. Kurz vor dem Anpfiff um 20.30 Uhr gingen in ihrer Wohngegend Observatory nach einem Kurzschluß die Lichter aus, sodass die 29-Jährige Kielerin sich und ihre Gäste kurzfristig bei ihrer Arbeitskollegin Miriam Schreiner in den Kapstädter Stadtteil Greenpoint einladen musste. Zusammen mit fünf Südafrikanern feierten die beiden Deutschen ausgelassen mit Trinkspielen und Jubel die Torserie des DFB-Teams. Die beiden Fußball-Fans, die für eine Kapstädter Safarifirma Touren durch Südafrika, Botsuana und Namibia verkaufen, gaben sich dabei als Fußball- und Deutschland-Botschafter: „Wir haben Spielregeln und Hintergründe erklärt, da einige Bevölkerungsgruppen Südafrikas nicht mit dem Fußballspiel vertraut sind“, sagt die 30-Jährige Miriam Schreiner, die seit über fünf Jahren im Land ist. Während für die meisten schwarzen Südafrikaner Fußball Volkssport ist, sind die Weißen hingegen vor allem mit Rugby und Cricket aufgewachsen, so die ehemalige Münsteranerin.
Auch der Ex-Saarländer Christoph Kraemer, für den Südafrika seit fast 15 Jahren zur zweiten Heimat geworden ist, interessiert sich mittlerweile mehr für diese beiden anderen Ball-Sportarten. „Ein großes Fußball-Turnier wie eine WM lasse ich mir dennoch nicht entgehen“, sagt der 55-Jährige Elektromeister, der seit fünf Jahren in Südafrikas Regierungshauptstadt Pretoria vom Entwerfen und Herstellen von Lampen lebt. Der Dauerlärm der Vuvuzela-Tröten von den Fußball-Anhängern erinnert ständig an die WM-Begeisterung im Land, sagt Kraemer. „Die Vuvuzelas wecken mich morgens und halten mich abends wach.“ Auch er hat den Sieg der deutschen Elf vor dem Fernseher bei ein paar eisgekühlten „Windhoek Lager“ verfolgt, ein Bier aus Namibia, hergestellt nach dem deutschen Reinheitsgebot.
Bayrisches Weißbier, gebraut in Südafrika, La-Ola-Wellen und „Lu-Lu-Lukas-Podolski“-Rufe bestimmten die lautstarke Fußball-Feier von mehreren hundert Deutschen in Kapstadts größtem bayrischen Biergarten und Restaurant am restaurierten Hafen- und Unterhaltungsviertel der Victoria & Alfred Waterfront. Die Ex-Starnbergerin Monika Moser hatte sich die Kneipe mit Blick auf den Tafelberg ausgesucht, um dort mit ihrem südafrikanischen Freund und einer Zulu-Freundin das deutsche Spiel anzusehen. „Als wir ankamen, standen dort 500 Menschen Schlange“, so die 38-Jährige, die seit 14 Jahren die mittlerweile größte Mietwagen-Vermittlung Südafrikas betreibt. „Als ein Passant fragte, warum ausgerechnet alle in dieses Lokal wollen, erklärten wir ihm: ‚Das ist Deutschland in Südafrika!‘, sagt Moser. Ein Spiel der deutschen Mannschaft muss man unter Landsleuten schauen, so die begeisterte Anhängerin des 1860-München-Bundesliga-Klubs. Die Stimmung erinnerte an Wiesn-Atmosphäre beim Münchner Oktoberfest, vergleicht Moser. Einziger Nachteil: „Die südafrikanischen Barmänner waren nicht auf den hohen Bierkonsum der Deutschen eingestellt, sodass wir zur Halbzeit-Pause auf dem Trockenen saßen“. Kurzentschlossen hat Moser sich daraufhin mit hinter die Bar gestellt, und beim Weißbier-Zapfen geholfen. „Zum 4. Tor von Cacau hatten dann alle wieder zu trinken.“
In kürzester Zeit hat sich das WM-Fieber in Südafrika unter allen Bevölkerungsschichten verbreitet und die Atmosphäre unter den Menschen beeinflusst. „Wir spüren einen Zusammenhalt und eine Euphorie sonder gleichen“, sagt Moser. Die WM hat „für das Wir-Gefühl unter allen Rassen und Hautfarben bislang mehr getan, als das Ende der Apartheid 1994 und der Rugby World Cup 1995 zusammen“, sagt die Ausgewanderte. Größere Freundlichkeit unter den Menschen hat auch Christoph Kraemer beobachtet: „Das Turnier verbindet Menschen, die sonst wenig miteinander zu tun haben.“ Erstmals seit seinem Einzug kam am Sonntag sein neuer Nachbar, ein afrikanischer Rechtsanwalt, mit ein paar Bieren auf einen Besuch vorbei.
Auch 16 Jahre nach der Rassentrennung werde „in Südafrika noch zu oft über Hautfarben lamentiert“, ärgert sich Monika Moser. „Mit der WM und dem grandiosen Eröffnungsspiel des südafrikanischen Teams gibt es endlich etwas, über das alle im Land gleicher Meinung sind“. Für Miriam Schreiner ist es wichtig, dass durch die weltweite Berichterstattung ein differenzierteres Südafrika-Bild vermittelt wird. „Das Land besteht aus weit mehr positiven Aspekten und nicht nur einem Kriminalitätsproblem“. Ganz im Gegenteil, meint Monika Moser: „Wir können der Welt zeigen, wie viel Leidenschaft und Lebensfreude die Menschen hier haben, auch, wenn sie zum Teil sehr arm sind.“
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