Hoffen auf die Fußball-Weltmeisterschaft

Letzte Änderung am Mittwoch, 5 August 2009 11:56 erstellt von admin Mittwoch, 5 August 2009 11:56

Konsumflaute in vielen Märkten, Rabattschlachten im Einzelhandel und der Dauersanierungsfall Reebok haben die Gewinne des Herzogenauracher Sportartiklers Adidas fast komplett versiegen lassen.

Im ersten Halbjahr standen noch 13 Millionen Euro Konzerngewinn nach 286 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum zu Buche, musste Konzernchef Herbert Hainer zur Vorlage eines Zwischenberichts bekanntgeben. Im zweiten Halbjahr soll alles besser werden. Vor allem bei der vor drei Jahren gekauften US-Tochter Reebok regiert aber das Prinzip Hoffnung. Mehrmals schon hatte Hainer eine Trendwende vor der Tür stehen sehen. Im ersten Halbjahr 2009 weitete das Sorgenkind sein Defizit aber von 24 auf 147 Millionen Euro aus.

Dieses Jahr werden die Reebok-Umsätze ungebrochen abbröckeln, räumte der Adidas-Chef ein. “Wir stehen zu Reebok”, versicherte er dennoch und hofft nun auf 2010. Es sei mittlerweile gelungen, mit der US-Tochter wieder in höhere Preissegmente vorzudringen und spreche mit einer Fitness-Kampagne zunehmend erfolgreich Frauen als Kernzielgruppe an.

Wann Reebok aber endlich profitabel ist, wollte Hainer nicht abschätzen. Gleiches gilt für das Ende der branchenweiten Marktschwäche. Für Adidas sei allerdings das Schlimmste vorbei, meint Hainer. Er rechnet am Jahresende mit maximal fünf Prozent Umsatzrückgang, nachdem die Erlöse zum Halbjahr konzernweit um sieben Prozent auf noch gut fünf Milliarden Euro nachgegeben haben. Im zweiten Halbjahr werde Adidas auch wieder deutlich besser verdienen und im Gesamtjahr “signifikante” Gewinne vorweisen können.

Ein Stimulus, der alle Sportartikler aus dem Tief führen könnte, ist die kommende Fußballweltmeisterschaft, die 2010 erstmals auf afrikanischem Boden ausgespielt wird. Adidas rüstet wichtige Teams wie Deutschland, Europameister Spanien und WM-Gastgeber Südafrika aus. 1,3 Milliarden Euro Fußball-Umsatz soll das Spektakel den hinter Nike zweitgrößten Sportartikler der Welt bringen und damit den Umsatzrekord der Europameisterschaft 2008 brechen.

Adidas, Nike & Co könnten positive Impulse gut brauchen. Derzeit halten sie sich nur mit Kostensenkungsprogrammen über Wasser. Die Herzogenauracher haben im ersten Halbjahr rund 1000 von global 39.000 Stellen gestrichen. Bei Weltmarktführer Nike läuft der Abbau von 1700 der weltweit 35.000 Jobs. Weitere Einschnitte werde es bei Adidas nicht geben, man müsse für einen Aufschwung gerüstet bleiben, sagte Hainer.

An der Börse schenkt man seinen Versprechungen Glauben. Die Aktie der Franken legt im nahezu stagnierenden Dax um zeitweise acht Prozent auf knapp 33 Euro zu und war damit der größte Gewinner des Mittwochs. Börsianer hatten im zweiten Quartal 2009 Konzernverluste befürchtet und sind angenehm überrascht.
Quelle

Weiter Lesen

Blatter will Schiffe – Quartiere für die WM 2010

Letzte Änderung am Mittwoch, 5 August 2009 11:55 erstellt von admin Mittwoch, 5 August 2009 11:55

Joseph Blatter überlegt, die Hotel-Problematik bei der Fußball-WM 2010 in Südafrika doch mit Schiffen als Schlafstätten zu lösen. “Man könnte große Hotelschiffe dorthin bringen, die etwa 2000 Personen Platz bieten”, sagte der Präsident des Fußball-Weltverbandes Fifa der Deutschen Welle. Konkret können dies an den Spielorten Durban und Port Elizabeth geschehen, die über große Häfen verfügen. Den WM-Organisatoren fehlen für das Großereignis im kommenden Sommer noch bis zu 15 000 Hotelbetten. Die für Unterkunftsfragen zuständige Fifa-Partnerorganisation “Match” hatte Boots-Einsätze bislang ausgeschlossen, da im Gegensatz zu Olympischen Spielen die Bettennachfrage an den Spielorten durch den Spielkalender nicht permanent gleich hoch und eine ökonomisch sinnvolle Auslastung somit nicht möglich sei. Zudem seien die Kosten zu hoch, um geeignete Schiffe für einen relativ kurzen Zeitraum nach Südafrika zu bringen.

Blatter räumte auch Transportschwierigkeiten im Kap-Staat ein und riet zur Flexibilität. “Südafrika ist so groß wie Frankreich und Spanien zusammen und hat immerhin 40 Millionen Einwohner. Deshalb gibt es Flächen, wo nur Straßen und keine Bahnen zu finden sind. Aber ich meine, andere Länder, andere Sitten, dann muss man eben fliegen oder Bus fahren. Das ist schon ein Problem”, sagte Blatter. Die Fußball-WM findet vom 11. Juni bis 11. Juli 2010 erstmals auf dem afrikanischen Kontinent statt.
Quelle

Weiter Lesen

Südafrikas Polizei: Auf Anschläge zur Fußball-WM vorbereitet

Letzte Änderung am Mittwoch, 5 August 2009 11:54 erstellt von admin Mittwoch, 5 August 2009 11:54

Die südafrikanische Polizei stellt sich bei ihren Vorbereitungen für die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 auch auf Terroranschläge ein.

Zwar sei Südafrika selbst nicht im Fadenkreuz des Terrorismus, doch könnten teilnehmende Länder das Ziel von Extremisten sein, sagte der für das WM-Turnier zuständige Polizeisprecher Vishnu Naidoo der Nachrichtenagentur Reuters am Montag. Ein Terroranschlag erscheine gleichwohl unwahrscheinlich. “Es gibt keine Geheimdienstinformationen, dass es während der WM eine terroristische Bedrohung geben könnte”, sagte Naidoo.

Einige Mannschaften, zu denen auch die Teams aus den USA und England zählten, könnten als potenzielle Anschlagsziele gelten, ergänzte Naidoo. “Es besteht die Möglichkeit, dass eines oder zwei dieser Länder die Gefahr eines Terroranschlags mitbringt.” Die Polizei übe die Abwehr von Angriffen mit chemischen, radiologischen und biologischen Stoffen ebenso wie die Behandlung von Bombenanschlägen und schweren Unfällen.

Neben der Terrorabwehr konzentriere sich die Polizei in ihren WM-Vorbereitungen auf die Bekämpfung der Gewaltkriminalität, sagte Naidoo. Südafrika hat weltweit eine der höchsten Kriminalitätsraten. Jeden Tag kommen etwa 50 Menschen durch Gewaltverbrechen ums Leben. Die Verbrechensrate liegt damit leicht über der der USA, in denen aber sechsmal so viele Menschen leben. Die WM-Organisatoren haben sich wiederholt besorgt über die hohe Kriminalität im Gastgeberland geäußert.

Naidoo zufolge sollen während des Turniers 52.000 Polizisten für die Sicherheit sorgen. Das ist mehr als ein Viertel aller Polizeibeamten in Südafrika.
Quelle

Weiter Lesen
WM-Südafrika © 2012 Alle Rechte Vorbehalten.